Fakten Check - Formteile

FORMTEILE

Formsperr- und Formschichtholz: Möbelbau in der dritten Dimension

Seit rund 150 Jahren sind Techniken bekannt, mit denen sich einige Holzarten unter Einwirkung von Druck, Temperatur und Feuchtigkeit verformen lassen, insbesondere Buchenholz, aber auch Esche und Ahorn.
Die hohe Elastizität dieser Holzfurniere erlaubt die Ausformung verschiedener Modelle mit einer großen Vielfalt in Ästhetik, Funktion und Statik. Die Kunst der Formverpressung lässt heute kaum noch konstruktive Wünsche bei der Möbelgestaltung offen.


So werden Sperrhölzer geformt

Die Herstellung geformter Sperrhölzer beginnt zunächst konventionell. Die Furniere werden beleimt, verlegt und in sogenannten Gesenken in eine dauerhaft dreidimensionale Form gebracht. Bereits das Legen entscheidet über das spätere Eigenschaftsprofil. Sind formstabile, steife Formteile gefragt, z. B. Sitzschalen, so verlegt und verpresst man die Furniere kreuzweise, wie bei Furniersperrholz üblich.
Für die sogenannten Freischwinger ist hingegen eine hohe Zugfestigkeit wichtig, deshalb werden dafür die Furnierlagen mit paralleler Faserrichtung angeordnet. Besonders intelligente Stuhlkonstruktionen verbinden beide Legeprinzipien miteinander.


Für jedes Formteil ein eigenes Werkzeug

Wegen der Vielzahl der Modelle verfügen Formsperrholzwerke über eine große Zahl von Pressen und Form-Werkzeugen. Durch deren Kombination mit speziell darauf zugeschnittenen Pressen entstehen bei Pressdrucken von bis zu 350 Tonnen äußerst hochwertige Formteile. Dabei kommt es nicht nur auf die richtige Temperatur, Wärmezufuhr und Pressdauer an, sondern auch auf die Schließgeschwindigkeit der Presse, Art, Dicke, und Beleimung des Furniers sowie die Einlegetechnik.


Kaum Grenzen für Formenvielfalt

Ob Halbrundschalen für Sitzmöbel, geformte Armlehnen, Formholztische, Formholzsitzschalen und -sitzgarnituren, Formholzstühle und -sessel und sogar Formholzspielzeug: Formholzteile verbinden die natürliche Ästhetik des Buchenholzes mit der Funktionalität eines modernen Werkstoffs. Sitzschalen und Sitzgarnituren aus geformten Buchenfurnieren finden sich in vielen Besprechungsräumen und Hörsälen, in Kommunikationszentren, Wartezonen und Tribünen.
Dort werden sie bevorzugt eingesetzt, weil sie sich durch eine lange Lebensdauer, besondere Robustheit, eine hohe Belastbarkeit, gute Reinigungseigenschaften sowie ein zeitloses und ansprechendes Design auszeichnen.


Formteile gibt es auch brandgeschützt

Ebenfalls hergestellt werden brandgeschützte Formteile. Die Furniere werden mit in Wasser gelösten Salzen komplett getränkt, hier erweist sich die Tränkbarkeit des Buchenholzes als sehr vorteilhaft.
Die Bearbeitung ist wie natürliches Holz möglich. Als abschließende Beschichtung eignen sich Brandschutzlacke.


FAKTEN CHECK

Formholz-Produkte:
geformte Armlehnen und andere Möbelfunktionsteile, Formholztische, Formholzsitzschalen und -sitzgarnituren, Formholzstühle und -sessel, Formholzspielzeuge
Geeignete Holzarten:
vorwiegend Buchenholz aber auch Esche und Ahorn
Herstellungsprozess:
Die Sperrholzfurniere werden beleimt, verlegt und unter Einwirkung von Druck, Temperatur und Feuchtigkeit in sogenannten Gesenken in eine dauerhaft dreidimensionale Form gebracht. Sind steife Formteile gefragt verlegt und verpresst man die Furniere kreuzweise, für elastische Formteile werden die Furnierlagen mit paralleler Faserrichtung angeordnet.
Einsatzgebiete:
Als hochwertige Sitzmöbel im Wohnbereich und in Besprechungsräumen, aber auch in und Hörsälen, in Kommunikationszentren, Wartezonen und auf Tribünen.

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