Fakten Check - Baumaterial

BAUMATERIAL HOLZ

Ökologisch, praktisch, gut


Holzkonstruktionen erfüllen mittlerweile alle Anforderungen an ein modernes, sicheres, zukunftsweisendes und vor allem umweltverträgliches Bauen.

Beton und Stahl war gestern. Der Baumeister des 21. Jahrhunderts heißt Holz. In zahlreichen Wohnhäusern, Schulen und Kindergärten, modernen Fabrikhallen, aber auch bei Brücken und Tragwerkskonstruktionen, Bürogebäuden, ja sogar bei Hochhäusern – überall ist der vielseitig verwendbare Rohstoff ganz oder teilweise zu finden. Mit 25 Metern und acht Stockwerken wurde das höchste, in Holzbauweise errichtete Gebäude Deutschlands gerade im bayerischen Bad Aibling fertig gestellt. Der Anteil an rein aus Holz gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern liegt in Deutschland bereits bei 20 Prozent. Nicht zu vergessen die Anzahl der Dächer aus Holz. Kaum ein Dachstuhl kommt ohne die flexiblen und gleichzeitig extrem belastbaren Holzsparren aus.

Bauhölzer und Holzwerkstoffe weisen auf ihr Gewicht bezogen eine sehr hohe Festigkeit und Tragfähigkeit auf. Deshalb ist Holz dort besonders wirtschaftlich, wo es um leichte, aber hoch stabile Anwendungen geht. So zum Beispiel im modernen Landschafts- und Städtebau. Moderne Verarbeitungs- und Verbindungstechniken, wie das Verkleben von Holz, ermöglichen die Herstellung außergewöhnlich großer Holzbauteile. Hinzu kommen die ökologischen Vorteile des regenerativen Baumaterials.

Holz ist die umweltfreundliche Alternative zu energieintensiven Baustoffen wie Stahl oder Beton. Schon bei der Produktion wird wertvolle Primärenergie eingespart. Die Verwendung von Holzprodukten vermindert den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 und speichert den darin gebundenen Kohlenstoff über seine gesamte Lebensdauer – bei einem Dachstuhl bis zu mehreren hundert Jahren. Haben Bauteile aus Holz ausgedient, können sie beispielsweise zu Möbelspanplatten recycelt werden – der Kohlenstoff bleibt somit weiter gebunden. Am Ende des Lebenszyklus liefert Holz zudem noch klimafreundliche Energie.


FAKTEN CHECK

Eingesetzter Rohstoff:
Fichte, Kiefer, Douglasie, Lärche, Buche, Eiche
Herkunft:
Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung in Deutschland
Alternativrohstoff:
Stahl, Beton
Welche Herausforderungen gibt es in diesem Produktfeld?
Die Verfügbarkeit des hervorragenden heimischen Rohstoffes Holz muss langfristig gesichert werden.
Ein ausreichender Anteil an Nadelbäumen von mind. 50 % muss in den Wäldern erhalten bleiben.
Massivholzprodukte und Werkstoffe aus Holz:
Bau- und Konstruktionsholz, Duo-/ Trio-Balken, Brettschichtholz, I-Träger, Nagelplattenbinder, Dämmholz und Flächenwerkstoffe wie OSB-, Span-, MDF-, HDF- und Sperrholzplatten sowie Sperrholz
Anwendungsbeispiele:
Wände, Decken, Dächer, Fußböden, Träger, Pfosten/Stützen, Fenster, Türen, Fassaden

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: